Kopfbild4

Fotos zum Bericht

Kartenmaterial

Reisebericht aus fernen Gegenden Argentiniens  (Teil 4)

Liebe Bergfreunde,
Nach den Gletschern begaben wir uns in den Bus um nach Chile (Foto 1). zu fahren, wo wir im Nationalpark Torres del Paine einem der
letzten Höhepunkte der Reise zustrebten.
Die Anreise von Argentinien führt über Schotterwege zu einer gottverlassenen Grenzstation, in der die Grenzer sich mit viel Bürokratie den Tag vertrieben. Kalt blies der Wind uns den Staub ins Gesicht. Nach den umständlichen Formalien und versehen mit neuen Stempeln im Pass ging es noch zur Kontrolle des Gepäcks wegen Lebensmitteln verschiedener Art, deren Einfuhr verboten war(Foto 2).
Na ja, die Kontrolle verlief dann nicht gar so streng. Danach gab es im Restaurant mit angeschlossener Souvenirboutique was zu Essen.
Sodann rollten wir zum Nationalpark, sprangen an einer Stelle ab, um noch eine milde Wanderung durch die wilde Natur zu machen, die körperlich nicht so anstrengend war. Allerdings ging es über weite Strecken an einem Zaun entlang hinter dem die Guanacos glotzten (Foto 3) und sich nur träge erregen liessen. Eher abschreckend waren die vielen Knochen und Gerippe den Zaun entlang: Der Puma ging um und erwischte seine Beute gern am Zaun, besonders die Jungtiere.
Am anderen Ende erklommen wir wieder unseren Bus, der uns zum Zeltplatz brachte, da wir auch ein wenig Abenteuer gebucht hatten.
Über eine sehr schmale Brücke (Foto 4) erreichten wir diesen am Fusse der gewaltigen Felsen (Foto 5). Diese sind bis zu 2850 Meter hoch,
was aber nur bei klarem Wetter zu sehen ist. Das hatten wir eher selten. Dafür blies der berüchtigte Wind Patagoniens die Wolken gegen die Berge und so weiter.
Die Berge zeichnen sich durch ihre farblich abgestimmten Schichtungen aus (Foto 6), haben also eine sehr bewegte geologische Geschichte hinter sich. Es gibt dort den berühmten Wanderweg, das grosse "W", auf dem die erprobten Trekker  wandeln, die sich bis hierher durchgekämpft haben. Einige Hütten gibt es auch, in denen die durchgeblasenen und von viel Wasser getränkten Körper austrocknen können (Karte). Es scheint eine besondere Sorte von Leuten zu geben,  die in die entlegenen und unwirtlichen Gegenden streben, weil da erst wenige gelitten haben. Die Gletscher ringsum sind gewaltig und gefährlich.
Bergsteigen kann ich mir trotz der Dramatik nicht so gut vorstellen, zu selten sind die Bergspitzen frei, die Kälte und Nässe eignen sich allerdings für die Reklame der einschlägigen Ausrüster, die für die Spinner das grosse "Outdoor Adventure" verkaufen (soll wohl "Wildnis – Abenteuer" heissen).
Das Klettern in dieser Gegend bedarf verschiedener Erlaubnisse der Parkbehörden, die kosten aber nichts. Es geht eher darum, allerlei nützliche Informationen zu hinterlassen, sollte man vom Wege abkommen und nicht mehr am angegebenen Ziel. Bei den Wetterverhältnissen kann eine Rettung lange dauern und gern auch zu spät kommen.  Selbst die Antarktis erlebt einen Touristenboom von Feuerland aus und die extrem unwirtlichen Felsen vor Feuerlands Küste werden von den ersten Spinnern erklommen. 

 

 

[Willkommen] [Biographie] [Mitglieder] [Aktuelles] [Termine] [Clubleben] [Bericht Thomas] [Reisebericht_Teil 2] [Bericht 3 - Argentinien] [Argentinien 3] [Bericht 4] [clubklettern] [Bilder] [Links] [Kontakt] [Impressum] [Gästebuch]