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Fotos zum Bericht

Reisebericht aus fernen Gegenden Argentiniens ( Teil 3 )

Liebe Bergfreunde,

nach mässig forderndem Auf- und Abstieg in die Nähe der Zacken des Fitz Roy, reisten wir über die nun schon gewohnten Schotterstrassen (Foto 1) zum Ort Calafate, in der Hoffnung, die dramatischen Gletscher mit Weltgeltung zu sehen.
Erstaunlicherweise hatten wir wieder Glück mit dem Wetter, fotografierten die Flamingos im Teich (Foto2), und näherten uns dem Gletscher Perito Moreno, den wir im Pulk der Reisebusse erreichten. Dort selbst wurden wir alle auf Schiffe verladen, um nahe genug an den Gletscher zu kommen und die örtliche Schifffahrt zu fördern. Das vollgepackte Schiff fuhr dann möglichst nahe an die eine Seite heran, und wir liessen uns beeindrucken (Foto 3).
Sonst lag der Gletscher mächtig aber still da, und nur die verschiedenen Blautöne im Eis waren wirklich faszinierend (Foto 4). Der Dampfer schaukelte mehrfach hin und her und bevor die Schläfrigkeit einsetzte wurden wir schon wieder vom Schiff gebeten, die nächsten Busladungen wollten verladen werden. Wir mussten ein Stück weiter.
Weil es sich hier um eine Weltsensation handelte hatte man gewaltige Galerien entlang der Gletscherkante errichtet, von denen die Touristen den Gletscher von vielen Seiten betrachten konnten (Foto 5). Das ist generell sehr eindrücklich, obwohl zunächst nichts weiter passiert, ausser dass fotografierende Besucher sich vordrängelten, besonders solche mit mehreren Kameras vor dem Bauch (Foto 6).
Wie wir wissen bewegen sich die Gletscher sehr langsam und die Geduld des gewöhnlichen Touris reicht normalerweise nicht, sich am Gletscher auf den Bauch zu legen um penibel die Bewegung zu erhaschen. Das wäre in der Gegend auch viel zu kalt am Boden!
An diesem Gletscher jedoch wurde die Bewegung sichtbar: In erlebbaren Abständen brachen grosse Teile des Gletschereises herunter und stürzten ins gischtende Wasser, die Eisbrocken darin schaukelten heftig auf und nieder. Die Fotografen waren entweder euphorisch, wenn sie das Ereignis in den Apparat bekamen, oder genervt, weil der Apparat oder die Finger grade nicht funktionierten (Foto 7).
Wegen des warmen Wetters wanderten wir länger über die ausgedehnten Galerien. Anderntags war ein weiterer Höhepunkt angesagt, und wir fuhren zu einem anderen Schiffsanleger um die Gletscherwand von der anderen Seite zu sehen. Das Wetter war eher trübe und wir versammelten uns in der 2. Klasse des schnellen Katamarans mit anderen gewöhnlichen Touristen. Es gab auch eine 1. Klasse weiter vorn, direkt mit dem Kapitän am Ruder, mit extra Balkon und freiem Whisky mit Gletschereis (Foto 8). Wir fanden das doof!
Es gab einige bedeutende Eisberge (Foto 9) und dann dauerte es. Zum Fusse des riesigen Gletschers mit Namen Uppsala kamen wir wegen Eisbarrieren nicht durch, dümpelten ein wenig vor den Barrieren fürs Fotografieren (Foto 10) und rasten dann entlang verschiedener vergletscherter Berge (Foto 11) zur anderen Seite des Perito Moreno und legten uns vor die Wand (Foto 12). Das Wetter wurde trüber, die Schläfrigkeit griff um sich und die Eisabbrüche liessen auf sich warten. Kamen sie dann doch (Foto 13) gab es wegen der Wucht ein Erwecken: Alle zappelten aufgeregt und knipsten. Das war aber auch wirklich aufrüttelnd!

 

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